e:du – Eltern und du steht für
die spielerische Förderung von Kindern ab dem Zeitpunkt der Geburt bis zum Schuleintritt unter Einbeziehung des familiären Umfelds und die Stärkung der Eltern-Kind-Bindung. E:du arbeitet ressourcenorientiert, stärkt und erweitert die Erziehungskompetenzen der Eltern und sensibilisiert diese für die Bedürfnisse ihrer Kinder.
„e:du – Eltern und du“ wird in der Regel als Familienbesuchsprogramm umgesetzt, kann aber auch im Gruppensetting oder in der Kindertagesstätte bzw. im Kindergarten zum Einsatz kommen:
- regelmäßige Hausbesuche durch geschulte Familienbesucher*innen
- spielerische Aktivitätenkarten zur Entwicklungs- und Sprachförderung
- gemeinsame Eltern-Kind-Aktivitäten
- ansprechende Vorlesebücher und zusätzliche Spielmaterialien, abgestimmt auf die jeweilige Entwicklung der Kinder
- Begleitung und Beratung der Eltern
- regelmäßige Gruppentreffen für Austausch und Vernetzung
Kurzbeschreibung e:du
Bildung für die ganze Familie
Das Programm richtet sich grundsätzlich an alle Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren. Da Sprachförderung als Querschnittsthema integraler Bestandteil des gesamten Angebots ist, eignet es sich besonders für Familien mit Migrations- oder Fluchterfahrung sowie erhöhtem Sprachförderbedarf.
Die niederschwellige und aufsuchende Arbeitsweise ermöglicht es zudem, auch jene Familien zu erreichen, die von anderen Förderangeboten bislang nicht angesprochen konnten oder klassische Komm-Strukturen nicht in Anspruch nehmen würden.
Ergänzende Gruppentreffen tragen dazu bei, dass Teilnehmende ihre unmittelbare Umgebung besser kennenlernen, sich mit anderen Familien vernetzen und so ihre Integration im Sozialraum nachhaltig stärken.
E:du ist in Deutschland in der höchsten Wirksamkeitsstufe der Grünen Liste der Prävention genannt, welche Maßnahmen für ein gesundes und sicheres Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen evaluiert.
Das Programm ist ebenfalls Bestandteil eines Bremer Forschungsprojekts zur Stärkung frühkindlicher Bildung.
Entstehung
e:du ist aus dem bewährten Familienbildungsprogramm „Opstapje“ hervorgegangen, das in den Niederlanden entwickelt und 2001 in Deutschland eingeführt wurde.
„Opstapje“ bezeichnete dabei das Höckerchen bzw. den Tritthocker, auf den ein Kind steigen kann, um höher zu kommen, um mehr zu erreichen. Das Programm deckte den Altersbereich von 0-3 Jahren ab und wurde von IMPULS Deutschland e.V. zu „e:du – Eltern und du“ weiterentwickelt, welches fortan die Altersspanne von 0 bis 6 Jahren umfasste. e:du deckt somit die gesamte frühkindliche Bildungsspanne ab. Die Programmentwicklung wurde vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) begleitet und evaluiert. 2025 wurde e:du vom gemeinnützigen Verein KidsZone+More, einem freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit Sitz in Österreich, übernommen.
Zielgruppen
Wirkungen & Ziele von e:du
E:du stärkt die Familie als wichtigsten Lernort, denn frühe Bildung beginnt genau dort – durch gemeinsame Zeit, Spiel und Beziehung.
Im Mittelpunkt steht dabei immer das Kind mit seinen individuellen Fähigkeiten. Bei e:du wird jede Familie und jedes Kind gemäß ihren Bedürfnissen angemessen begleitet – niederschwellig und sozial nachhaltig.
Ziel des Programms ist es, Lernprozesse und Kompetenzerwerb auf unterschiedlichsten Ebenen anzustoßen, um so eine lineare, ganzheitliche Entwicklung zu fördern
e:du stärkt auf allen Ebenen
Erziehungsebene (Eltern, Erziehungsberechtigte, Bezugspersonen)
Erziehungsebene (Eltern, Erziehungsberechtigte, Bezugspersonen)
- Stärkung und Ausbau vorhandener Erziehungskompetenzen
- Sensibilisierung der Eltern für die Wahrnehmung der altersgemäßen Bedürfnisse und der (individuellen) Entwicklungsfortschritte ihrer Kinder
- Vermittlung von Wissen über die Entwicklung und Erziehung von Kleinkindern
- Gesundheitsförderung und Prävention
- aktive und bewusste Eltern-Kind-Zeit, in der das gemeinsame Spiel und Erleben im Vordergrund steht – als Raum, um miteinander lernen und wachsen zu können
Ebene der Kinder
Ebene der Kinder
- Aktive Förderung der kindlichen Sprachentwicklung (frühe Sprachförderung)
- Stimulierung der Spielentwicklung der Kinder, Stärkung von Neugierde und Selbstbewusstsein
- Förderung der kognitiven, sozio-emotionalen sowie der grob- und feinmotorischen Fähigkeiten
- Stärkung der Konzentrationsfähigkeit
- vielfältige und anregende Beschäftigungsmöglichkeiten – fernab von Handy und digitalen Ablenkungen
- vielfältige und anregende Beschäftigungsmöglichkeiten – fernab von Handy und digitalen Ablenkungen
familiäre Ebene
familiäre Ebene
- Befähigung der Familien, den eigenen Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechend handeln zu können (Empowerment)
- Verbesserung der Chancen auf gelingende Inklusion
- Förderung von Integration und Vernetzung der Familien im Sozialraum
Mit e:du erreichen wir Familien, die von klassischen Angeboten oft nicht angesprochen werden. Durch den aufsuchenden Ansatz werden Hürden abgebaut und nachhaltige Lern- und Entwicklungsprozesse direkt im familiären Alltag ermöglicht. Davon profitieren nicht nur die Kinder, sondern die gesamte Familie: Eltern und Geschwister können gemeinsam lernen und wachsen und die Familie als starken, positiv besetzten Lernort erleben. Gleichzeitig schaffen die Gruppentreffen Austausch, soziale Vernetzung und ein Gefühl von Zugehörigkeit – gerade in Zeiten zunehmender Isolation von besonderer Bedeutung.
Referenzen und Partner*innen
Die Träger-Organisationen sind freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe, gemeinnützige Vereine, aber auch Städte und Kommunen.
In Österreich wird die Umsetzung des Programms von Bundeskanzleramt und EU kofinanziert. Weitere Fördergeber: Land NÖ, Land Tirol sowie am Programm teilnehmende Gemeinden und Städte.








